Rheinisches Freilichtmuseum Kommern

Auf dem 80 ha großen Gelände finden Sie derzeit 65 historische Gebäude aus der ehemaligen preußischen Rheinprovinz. Die Baudenkmäler sind eingebettet in eine Museumslandschaft mit Äckern, Bauerngärten und Obstwiesen. Alle Gebäude aus den verschiedenen Regionen des Rheinlandes sind inzwischen wiedererrichtet worden, die für das Bauen, Wohnen und Wirtschaften der ländlichen Bevölkerung seit Ende des 15. Jahrhunderts beispielhaft sind.

Das Rheinische Freilichtmuseum Kommern ist ganzjährig geöffnet. Von April bis Oktober wird im Museum zudem Vergangenheit lebendig. Unterhalten Sie sich mit der Bäuerin Anna Ippendorf, die in einem Haus aus Kessenich im Jahre 1871 lebt, oder mit Johann Nepomuk vom Schwerz, der Anfang des 19. Jahrhunderts als Agrarökonom die Rheinprovinz bereist. Dies sind nur zwei Akteure der Gespielten Geschichte, die Ihnen einen interessanten Einblick in eine vergangene Zeit bieten.

Das Freilichtmuseum ist in vier Baugruppen eingeteilt, die sich thematisch jeweils mit einer bestimmten Region des Rheinlandes beschäftigen: Westerwald, Eifel, Niederrhein und Bergisches Land. Die Baugruppe Eifel bietet verschiedene Gebäude aus der alten Zeit. Während im Süden Richtung Trier die Häuser traditionell aus Stein errichtet wurden, vor allem aus roten Sandstein und Bruchsteinen, dominierte im Norden der Fachwerkbau. Erst mit der Industrialisierung wurde im 19. Jahrhundert mehr und mehr mit Ziegeln gebaut. Dieses nördliche Gebiet wird im Museum repräsentiert.

Angeordnet sind die Häuser in Haufendörfern und Straßendörfern. In manchen Gegenden sind die Dörfer locker und die Bebauung eher weilerartig. Im größten Teil der nördlichen Eifel aber werden die Höfe aneinander angebaut. Hier hat der einzelne Bauernhof oft eine geschlossene Form, bei der die Gebäude einen Innenhof bilden. Zur Straße hin wird dieser Hof durch eine Mauer mit Durchfahrtstor abgeschlossen. Je weiter man in die Eifel vordringt, desto mehr ändert sich aber die Bauform. Hier bestehen viele Dörfer aus Bauernhöfen, deren Hofplatz offen zur Straße liegt.

In den unterschiedlichen Landschaften im Eifel-Ardennen-Komplex ist auch die Witterung sehr verschieden. Im nördlichen Vorgebirge sind die Böden sehr fruchtbar und das Klima günstig. Hingegen waren andere Teile der Eifel, zum Beispiel das Hohe Venn, so karg und sturmumtost, dass das Leben zu allen Zeiten schwer fiel. Besonders bedrückt wurden die Menschen in der Eifel durch ihre zentrale Lage in Europa: Über Eifel und Ardennen sind viele Kriege hinweggegangen. Notzeiten, Klimaverschlechterungen und in der Neuzeit auch Mangel an Holz machten vielen Kleinbauern dauernde Sorge.

1977 wurde im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern das Landesmuseum für Volkskunde als zentrale Sammelstätte rheinischer Volkskultur eröffnet. In drei Ausstellungspavillons bietet Ihnen das Landesmuseum seit April 2001 eine Ausstellung über die Geschichte der rheinisches Auswanderung vom 17. Jahrhundert bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts: "Schöne Neue Welt - Rheinländer erobern Amerika".

Anschrift:
Rheinisches Freilichtmuseum Kommern - Landesmuseum für Volkskunde
Auf dem Kahlenbusch
D-53894 Mechernich-Kommern
Tel.: 02443-9980-0
Fax.:02443-9980-133
Email: kommern@lvr.de
Internet: opent in een nieuw venster www.kommern.lvr.de  
Träger Landschaftsverband Rheinland

Besucherinformation:
Tel.: 01805-743465263
Email: info@kulturinfo.rheinland.de

Öffnungszeiten: 1.April - 31.Oktober: 9-18 Uhr
1.November - 31.März: 10-16 Uhr


X