Monschau

Mit seiner historischen Altstadt und der imposanten Hecken- und Vennlandschaft in der näheren Umgebung hat der Luftkurort Monschau viel zu bieten. Beim Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und hinter den romantischen Fassaden der Fachwerkhäuser erwartet den Besucher ein vielfältiges Kunst-, Kultur- und Museenangebot.

Rotes Haus

Das Rote Haus wurde 1752 von dem Tuchmacher und Kaufmann Johann Heinrich Scheibler als Wohn- und Geschäftshaus erbaut. Mit seiner kompletten Einrichtung in den Stilen des Rokoko, Louis-Seize und Empire spiegelt es noch heute den Glanz großbürgerlicher Wohnkultur in einer seltenen Geschlossenheit wieder.

Weltberühmt ist die über drei Etagen freitragend gebaute Wendeltreppe aus Eichenholz, in 21 kleine Puttenszenen an den verschiedenen Stationen der Tuchherstellung erinnern. In den alten Kontorräumen zeugen zwei original erhaltene Stoffmusterbücher mit insgesamt 6000 Entwürfen in den verschiedensten Dekors von der Vielfalt und der hochwertigen Qualität der damals europaweit gehandelten Tuche seiner Firma.

Sägemühle in Monschau-Rohren

Der Waldlehrpfad in Rohren bei Monschau führt Sie zu einem aufgeschichteten Schaumeiler und zu einer wasserbetriebenen Sägemühle, in deren Innerem auch historische Arbeitsgeräte besichtigt werden können. Nach vorheriger Terminabsprache erklärt Ihnen der Förster Drevermann die Funktionsweise nach der hier früher Baumstämme durch das rhythmische Auf und Ab eines Sägegatters der Länge nach in Bretter zerteilt werden.

Senfmühle

Heute wird in der vierten Generation Senf in einer über 100 Jahre alten Senfmühle hergestellt, die ursprünglich über ein Wasserrad angetrieben, heute noch mit einer alten Transmission arbeitet und in ihrer Produktionsweise besichtigt werden kann. Liebhaber und Genießer der scharfen Körnchen können im Senflädchen - täglich geöffnet - unter 17 verschiedenen Senfsorten ihren Lieblingssenf aussuchen.

Kaiser Karls Bettstatt

Der Sage nach soll Kaiser Karl der Große sich bei einem Jagdausflug von seiner nahen Residenz Aachen aus im Hohen Venn verirrt haben und gezwungen gewesen sein, auf diesem großen Quarzitfelsen zu übernachten. Der Felsen, nahe dem Ort Mützenich, unmittelbar an der deutsch-belgischen Grenze gelegen, heißt heute noch ganz allgemein: Kaiser Karls Bettstatt.

Burg Monschau

Die Burg Monschau entstand vermutlich Anfang des 13.Jahrhunderts, Mitte des 14.Jahrhunderts wurde die Anlage ausgebaut und von mächtigen Ringmauern und Wehrgängen eingeschlossen. Diese fast uneinnehmbare Festung der mächtigen Jülicher Grafen wurde 1543 von Kaiser Karl V. mit schwerem Geschütz belagert und schließlich eingenommen, die Stadt geplündert.

Die Franzosen zogen die Burg als Nationalgut ein und verkauften sie. Die privaten Eigentümer konnten die weitläufige Anlage jedoch nicht halten. Sie ließen die Dächer abtragen, um von der Gebäudesteuer befreit zu werden. So verfiel die Burg rasch zu einer Ruine. Erst mit der Jahrhundertwende versuchte die Provinz dem Verfall Einhalt zu gebieten. Nach dem Ersten Weltkrieg zog eine Jugendherberge in den Westflügel ein. Christo hat sie sogar 1971 verpackt.

Im Sommer wird der Innenhof der Burg zur stimmungsvollen Kulisse für die "Monschau Klassik". Dann verwandeln die Auftritte namhafter Künstler und renommierter Orchester die Burg in ein wahres Mekka für Opern-Fans.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der

Monschau Touristik GmbH

Stadtstraße1

52156 Monschau

Telefon: 02472/80480, Fax: 02472/4534

oder im Internet unter www.monschau.de  .

Unterkünfte in Monschau

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